Viele Stadtwerke in Deutschland sind alarmiert, denn der Ausbau der kommunalen Stromnetze für die Nutzung regenerativer Energiequellen ist sehr teuer. In den vergangenen Jahren wurde zu wenig in den Ausbau der Netze investiert und durch die Entwicklung auf dem Markt für regenerative Energien ist es notwendig geworden in intelligente Systeme einzusetzen, so genannte Smart Grids, die mit zusätzlichen Kosten zu Buche schlagen.
Derzeit gibt es aber noch keinen bundesweiten Plan wie die Netze erneuert und optimiert werden können. Die Bundesnetzagentur, welche für die Festlegung der Netzentgelte zuständig ist, hat noch keine Regelung darüber getroffen, wie zur Finanzierung des Netzausbaus beigetragen werden soll. Damit ist völlig unklar welche Netzentgelte gefordert werden können und was über die Netzentgelte abgerechnet werden darf.
Der Ausbau ist notwendig, weil die Einspeisung von Strom aus regenerativen Energiequellen aufwändiger gesteuert werden muss, als die Einspeisung aus den relativ zuverlässig laufenden herkömmlichen Kraftwerken. Aufgrund der von vielen Faktoren abhängigen Einspeisensmenge von Ökostrom ist es notwendig den Zustand der Netze in Echtzeit zu überwachen, um schnell regulierend eingreifen zu können und das anfahren bzw. abschalten von herkömmlichen Kraftwerken möglichst zu verhindern. Dazu wird es notwendig sein die IT Infrastruktur auszubauen und in neue Technologien zum intelligenteren Transport von Elektroenergie zu investieren.
Der Stadtwerke verbannt rechnet bis zum Jahr 2030 mit Kosten von rund 30 Milliarden € um dieses Ziel zu erreichen. Umgerechnet auf eine dass einzelne Jahr bedeutet das einen Mehraufwand von 1,3 Milliarden €.